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Haus- und Versorgungstechnik

Gutachten für Heizung und Wärmeversorgung

Wenn eine Heizung nicht das leistet, was zugesagt war, liegt die Ursache selten im Gerät. Sie liegt in der Auslegung, in der Hydraulik oder in der Einstellung. Wir prüfen deshalb in dieser Reihenfolge: zuerst die Heizlastberechnung und die Dimensionierung, dann Verteilung und Einregulierung, dann die Regelung – und erst zuletzt den Erzeuger.

Haus- und Versorgungstechnik

Die Ursache liegt selten im Gerät

Der häufigste Streitpunkt der letzten Jahre ist die Wärmepumpe. Zu hoch angesetzte Vorlauftemperaturen, fehlender hydraulischer Abgleich, unterdimensionierte Heizflächen und Aufstellorte, die den Schallschutz nicht einhalten – daraus entstehen Anlagen, die im Winter nicht tragen, die zu viel Strom verbrauchen oder die den Nachbarn stören. Wir quantifizieren das: gemessene Vorlauftemperaturen, berechnete Heizlast, ermittelte Jahresarbeitszahl, gemessener Beurteilungspegel.

  • Heizlast nach DIN EN 12831 neu berechnet und gegen die Auslegung gehalten
  • Hydraulik, Einregulierung und Regelung geprüft – in dieser Reihenfolge
  • Bei Wärmepumpen: Vorlauftemperatur, Takten und Schallschutz nach TA Lärm
Verrohrung einer Versorgungsanlage mit Flanschverbindungen, Absperrarmaturen und Behältern

Warum bei uns

Was diese Prüfung verwertbar macht

Wir rechnen nach

Nicht nur Augenschein: Wir ziehen die Auslegung neu und stellen sie dem gegenüber, was tatsächlich eingebaut wurde.

Alle Gewerke

Die vollständige Kostengruppe 400. Die teuersten Fehler liegen dort, wo zwei Gewerke aneinanderstossen und jeder den anderen zuständig sieht.

Wir führen nicht aus

Keine Instandsetzung, kein wirtschaftliches Interesse am Umfang einer Sanierung. Genau das macht die Feststellung für beide Seiten verwertbar.

Leistungsumfang

Was wir prüfen

  • 01

    Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und Abgleich mit der tatsächlichen Auslegung

  • 02

    Wärmepumpen: Vorlauftemperatur, Sperrzeiten, Betriebsweise, Jahresarbeitszahl, Takten des Verdichters

  • 03

    Schallschutz von Luft-Wasser-Wärmepumpen, Beurteilungspegel nach TA Lärm am maßgeblichen Immissionsort

  • 04

    hydraulischer Abgleich, Pumpenauslegung, Differenzdruckregelung

  • 05

    Heizflächen und Fußbodenheizung: Verlegeabstand, Heizkreisaufteilung, Aufheizprotokoll

  • 06

    Pufferspeicher, Trinkwassererwärmung und Zirkulation

  • 07

    Abgasführung, Aufstellraum und Verbrennungsluftversorgung bei Feuerungsanlagen

  • 08

    Einhaltung der Anforderungen des GEG und der Förderbedingungen

Anlass

Typische Anlässe

  • einzelne Räume werden nicht warm, andere überheizen

  • eine Wärmepumpe taktet stark oder arbeitet mit hoher Vorlauftemperatur

  • Nachbarn beschweren sich über das Betriebsgeräusch der Ausseneinheit

  • der Verbrauch liegt deutlich über der Prognose des Planers

  • Streit mit dem Heizungsbetrieb über die geschuldete Leistung

  • der Fördermittelgeber verlangt Nachweise, die niemand vorlegen kann

Ablauf

Was passiert, wenn Sie uns beauftragen

  1. 1

    Auslegung prüfen

    Liegt eine raumweise Heizlastberechnung vor, und passt sie zum Gebäude? Das entscheidet, ob die Anlage überhaupt richtig dimensioniert ist.

  2. 2

    Anlage aufnehmen

    Erzeuger, Verteilung, Heizflächen und Regelung im Betrieb. Wir messen Vorlauf- und Rücklauftemperaturen sowie das Spreizverhalten.

  3. 3

    Nachrechnen

    Die Berechnung wird neu gezogen und gegen den Bestand gehalten – erst dann lässt sich sagen, ob die Anlage trägt oder nur läuft.

  4. 4

    Bericht

    Befund, Ursache und Verantwortlichkeit mit offengelegtem Rechenweg. Auf Wunsch erläutern wir ihn gegenüber der Gegenseite.

Fassade eines Mehrfamilienhauses mit Balkonen im Nachmittagslicht

Grundlage

Wonach wir beurteilen

Eine Feststellung ist nur so belastbar wie das Regelwerk, gegen das gemessen wird.

DIN EN 12831
Verfahren zur Berechnung der Heizlast
DIN EN 12828
Heizungsanlagen in Gebäuden, Planung und Ausführung
VDI 4645
Planung und Dimensionierung von Wärmepumpenanlagen
VDI 2081 und TA Lärm
Schallschutz und Immissionsrichtwerte
GEG und BEG
Gesetzliche Anforderungen und Förderbedingungen

Was das kostet

Der Aufwand hängt davon ab, ob eine vorhandene Heizlastberechnung nachgerechnet oder eine fehlende Grundlage erst erstellt werden muss, und ob eine Schallmessung erforderlich ist. Eine Beurteilung anhand von Unterlagen ist günstiger als eine Aufnahme mit Messung über mehrere Betriebszustände.

Wir nennen den Preis vorab verbindlich. Stellt sich heraus, dass eine abgerechnete Leistung nicht erbracht wurde, sind die Kosten der Feststellung regelmäßig Teil des Anspruchs gegen den ausführenden Betrieb.

Ausserhalb von Dortmund?

Ortstermine übernehmen wir im Umkreis von rund 100 km – unter anderem in:

Gutachten und Planprüfungen übernehmen wir auf Anfrage auch bundesweit.

Häufige Fragen

Was Auftraggeber vorher wissen wollen

Die Wärmepumpe schafft die Wohnung im Winter nicht. Ist das ein Mangel?

Das hängt vom geschuldeten Ergebnis ab. Wir prüfen die Heizlast, die Auslegung und die Einstellung. In der Praxis liegt die Ursache häufig in einer zu hohen Vorlauftemperatur oder in fehlendem hydraulischem Abgleich – beides ist ein Ausführungsmangel und nachbesserbar.

Der Nachbar beschwert sich über das Geräusch. Was können Sie feststellen?

Wir ermitteln den Beurteilungspegel nach TA Lärm am maßgeblichen Immissionsort und vergleichen ihn mit den Richtwerten des Baugebiets. Daraus ergibt sich, ob Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen – Aufstellort, Schallschutzhaube, Nachtabsenkung – geeignet sind.

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