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Schäden und Feuchtigkeit

Feuchteschäden am Gebäude – Ursache, Ausmaß, Verantwortung

Feuchtigkeit im Gebäude hat selten nur eine Ursache und fast nie die, die auf den ersten Blick naheliegt. Ein nasser Fleck an der Kellerwand kann von drückendem Grundwasser stammen, von einer defekten Leitung, von falsch geführter Dachentwässerung oder schlicht von Tauwasser. Für die Frage, wer den Schaden bezahlt, macht das den ganzen Unterschied.

Schäden und Feuchtigkeit

Selten nur eine Ursache, fast nie die naheliegende

Wir ermitteln, woher die Feuchtigkeit kommt, wie weit sie sich in Wand, Estrich und Dämmschicht ausgebreitet hat und welche Ursache technisch zwingend ist – nicht welche am wahrscheinlichsten klingt. Dazu messen wir die Bauteilfeuchte, prüfen den Bauteilaufbau, beurteilen Tauwasser- und Kondensatbildung einschließlich Nutzerverhalten und Lüftungssituation und werten die Schadensgeometrie aus.

Das Ergebnis ist ein schriftliches Gutachten mit Befund, Ursachenzuordnung, Angabe des betroffenen Umfangs und Vorschlägen zur Instandsetzung. Wir arbeiten unabhängig und ohne eigenes Interesse an der Sanierung – wir führen sie nicht aus. Häufig geht es dabei um die Frage, ob eine angebotene Instandsetzungsmethode für das vorliegende Schadensbild überhaupt geeignet ist. Diese Frage beantworten wir vor der Beauftragung eines Sanierungsbetriebs.

  • Feuchtemessung in Wand, Estrich, Dämmschicht und Holzbauteilen
  • Unterscheidung: drückendes Wasser, Leckage, Kondensat oder Neubaufeuchte
  • Abgrenzung zwischen Baumangel und Nutzungsverhalten mit Messwerten
Verrohrung einer Versorgungsanlage mit Flanschverbindungen, Absperrarmaturen und Behältern

Warum bei uns

Was diese Prüfung verwertbar macht

Wir rechnen nach

Nicht nur Augenschein: Wir ziehen die Auslegung neu und stellen sie dem gegenüber, was tatsächlich eingebaut wurde.

Alle Gewerke

Die vollständige Kostengruppe 400. Die teuersten Fehler liegen dort, wo zwei Gewerke aneinanderstossen und jeder den anderen zuständig sieht.

Wir führen nicht aus

Keine Instandsetzung, kein wirtschaftliches Interesse am Umfang einer Sanierung. Genau das macht die Feststellung für beide Seiten verwertbar.

Leistungsumfang

Was wir untersuchen

  • 01

    Feuchtemessung in Wand, Estrich, Dämmschicht und Holzbauteilen, zerstörungsfrei und bei Bedarf mit Darrprobe

  • 02

    Prüfung der Bauwerksabdichtung gegen Bodenfeuchte und drückendes Wasser

  • 03

    Beurteilung von Tauwasser- und Kondensatbildung einschließlich Nutzerverhalten und Lüftungssituation

  • 04

    Untersuchung von Schimmelbefall: Ausdehnung, Ursache und Sanierungsbedarf

  • 05

    Bewertung laufender oder abgeschlossener Trocknungsmaßnahmen auf Erforderlichkeit und Angemessenheit

  • 06

    Eignung einer angebotenen Instandsetzungsmethode für das vorliegende Schadensbild

  • 07

    Ermittlung des Schadenumfangs als Grundlage für Kostenschätzung und Regulierung

Anlass

Typische Anlässe

  • feuchter Keller in einem Bestandsgebäude, Ursache unklar

  • wiederkehrender Schimmel trotz abgeschlossener Sanierung

  • Streit über die Frage, ob Bauweise oder Nutzerverhalten die Ursache ist

  • Angebot eines Sanierungsbetriebs soll vor der Beauftragung geprüft werden

  • Feuchtigkeit im Neubau: Baufeuchte oder Baumangel?

  • Kaufabsicht: Verdacht auf einen verdeckten Feuchteschaden vor der Beurkundung

Ablauf

Was passiert, wenn Sie uns beauftragen

  1. 1

    Schaden aufnehmen

    Ausmass, Lage und Erscheinungsbild. Daraus ergibt sich, welche Ursachen überhaupt in Betracht kommen und wo zu messen ist.

  2. 2

    Messen

    Feuchte in den betroffenen Bauteilen, bei Bedarf mit Darrprobe als Referenz, dazu Raumklima und Oberflächentemperaturen.

  3. 3

    Ursache eingrenzen

    Die Messwerte unterscheiden zwischen drückendem Wasser, Leckage, Kondensat und Restfeuchte – jede Ursache hat ein eigenes Muster.

  4. 4

    Bericht

    Befund, Ursache, Verantwortlichkeit und der erforderliche Umfang der Instandsetzung.

Grundlage

Wonach wir beurteilen

Eine Feststellung ist nur so belastbar wie das Regelwerk, gegen das gemessen wird.

DIN 4108-3
Klimabedingter Feuchteschutz im Hochbau
DIN 18195 und DIN 18533
Abdichtung von Bauwerken und erdberührten Bauteilen
WTA-Merkblätter
Instandsetzung feuchtebelasteter Bauteile
Schimmelleitfaden des Umweltbundesamtes
Bewertung und Sanierung von Schimmelbefall in Innenräumen
DIN EN ISO 13788
Tauwasserbeurteilung von Bauteilen

Was das kostet

Ein Ortstermin mit Kurzeinschätzung ist deutlich günstiger als ein schriftliches Gutachten. Der Aufwand hängt davon ab, wie viele Messpunkte erforderlich sind und ob der Bauteilaufbau an einer Stelle freigelegt werden muss.

Stellt sich ein Mangel heraus, sind die Kosten der Mangelfeststellung regelmäßig Teil des Schadenersatzanspruchs gegen den ausführenden Betrieb. Wir nennen den Preis vorab verbindlich.

Ausserhalb von Dortmund?

Ortstermine übernehmen wir im Umkreis von rund 100 km – unter anderem in:

Gutachten und Planprüfungen übernehmen wir auf Anfrage auch bundesweit.

Häufige Fragen

Was Auftraggeber vorher wissen wollen

Reicht eine Innenabdichtung gegen einen feuchten Keller?

Nur unter bestimmten Voraussetzungen. Bei drückendem Wasser verlagert eine Innenabdichtung das Problem in die Wand, statt es zu lösen. Ob sie im konkreten Fall zulässig und dauerhaft ist, hängt von Bauteilaufbau, Wasserbeanspruchung und Nutzung ab – das lässt sich vorab feststellen.

Ist der Schimmel die Folge von falschem Lüften oder von einem Baumangel?

Beides kommt vor, und die Unterscheidung ist messbar. Entscheidend sind Oberflächentemperaturen der betroffenen Bauteile, der tatsächliche Bauteilaufbau und die Raumluftverhältnisse. Liegt die Oberflächentemperatur unter dem Wert, der bei üblicher Nutzung schimmelfrei bleibt, ist die Ursache baulich.

Können Sie den Schaden auch sanieren?

Nein, und das ist bewusst so. Wir führen keine Instandsetzungsarbeiten aus und haben deshalb kein wirtschaftliches Interesse am Umfang der Sanierung. Genau das macht die Feststellung verwertbar.

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