Wir rechnen nach
Nicht nur Augenschein: Wir ziehen die Auslegung neu und stellen sie dem gegenüber, was tatsächlich eingebaut wurde.
Schäden und Feuchtigkeit
Bei Schimmel geht es fast nie um den Schimmel selbst, sondern um die Frage, wer ihn verursacht hat. Der Vermieter verweist auf das Lüftungsverhalten, der Mieter auf die Bausubstanz. Beide Erklärungen sind grundsätzlich möglich – und beide lassen sich überprüfen, statt sie gegeneinander zu behaupten.
Schäden und Feuchtigkeit
Entscheidend ist die Oberflächentemperatur der betroffenen Bauteile im Verhältnis zur Raumluft. Liegt sie so niedrig, dass sich bei üblicher Nutzung und normaler Feuchtelast Tauwasser bildet, ist die Ursache baulich – unabhängig davon, wie gelüftet wird. Liegt sie darüber, kommt die Feuchtelast aus der Nutzung. Wir messen beides: Oberflächentemperaturen mit der Wärmebildkamera, Raumluftfeuchte und -temperatur über einen längeren Zeitraum, sowie den tatsächlichen Bauteilaufbau.
Das Ergebnis ist ein Gutachten, das die Ursache benennt, den Befall nach Ausdehnung und Kategorie einordnet und die erforderlichen Maßnahmen beschreibt – einschliesslich der Frage, ob eine reine Oberflächenbehandlung ausreicht oder ob das Bauteil geöffnet werden muss. Wir führen keine Sanierung aus und haben deshalb kein Interesse an ihrem Umfang.

Warum bei uns
Nicht nur Augenschein: Wir ziehen die Auslegung neu und stellen sie dem gegenüber, was tatsächlich eingebaut wurde.
Die vollständige Kostengruppe 400. Die teuersten Fehler liegen dort, wo zwei Gewerke aneinanderstossen und jeder den anderen zuständig sieht.
Keine Instandsetzung, kein wirtschaftliches Interesse am Umfang einer Sanierung. Genau das macht die Feststellung für beide Seiten verwertbar.
Leistungsumfang
Oberflächentemperaturen der betroffenen Bauteile und Vergleich mit dem Taupunkt der Raumluft
Wärmebrücken an Anschlüssen, Laibungen, Deckenrändern und hinter Einbaumöbeln
Raumluftfeuchte und -temperatur, bei Bedarf über mehrere Wochen aufgezeichnet
tatsächlicher Bauteilaufbau und Wärmeschutz im Vergleich zum geschuldeten Standard
Ausdehnung und Einordnung des Befalls nach dem Schimmelleitfaden des Umweltbundesamtes
Feuchtequellen im Bauteil: aufsteigende Feuchte, Leckage, Kondensat in der Konstruktion
Lüftungssituation, einschliesslich der Frage, ob nach dem Fenstertausch eine Lüftung erforderlich geworden ist
Anlass
Streit zwischen Mieter und Vermieter über die Ursache, oft im Zusammenhang mit einer Mietminderung
Schimmel in Raumecken, hinter Schränken oder an Fensterlaibungen im Schlafzimmer
wiederkehrender Befall trotz abgeschlossener Sanierung
Schimmel nach einem Fenstertausch oder einer Dämmmassnahme
Schimmel im Neubau, häufig als Folge zu hoher Baufeuchte
gesundheitliche Beschwerden, deren Zusammenhang mit dem Gebäude geklärt werden soll
Ablauf
Lage, Ausmass und Erscheinungsbild. Die Verteilung im Raum sagt bereits viel über die Ursache.
Oberflächentemperaturen, Raumluftfeuchte und Taupunkt, dazu Thermografie an den Anschlüssen.
Über mehrere Tage, nicht als Momentaufnahme – erst der Verlauf zeigt, ob die Nutzung die Feuchte erklärt.
Befund, Ursache und Zuordnung zwischen Bauwerk und Nutzung – mit den Messwerten, auf denen sie beruht.
Grundlage
Eine Feststellung ist nur so belastbar wie das Regelwerk, gegen das gemessen wird.
Ein Ortstermin mit Messung und Kurzeinschätzung ist deutlich günstiger als ein schriftliches Gutachten. Eine Langzeitaufzeichnung von Raumklimadaten über mehrere Wochen erhöht den Aufwand, ist bei Streit über das Nutzerverhalten aber oft der einzige belastbare Nachweis.
In Mietstreitigkeiten trägt die Kosten zunächst, wer das Gutachten beauftragt. Ergibt sich ein Baumangel, sind sie regelmäßig Teil des Anspruchs gegen den Vermieter. Wir nennen den Preis vorab verbindlich.
Ortstermine übernehmen wir im Umkreis von rund 100 km – unter anderem in:
Gutachten und Planprüfungen übernehmen wir auf Anfrage auch bundesweit.
Häufige Fragen
Das ist messbar. Entscheidend ist die Oberflächentemperatur des betroffenen Bauteils: Liegt sie so niedrig, dass sich bei üblicher Nutzung Tauwasser bildet, ist die Ursache baulich – unabhängig vom Lüftungsverhalten. Liegt sie darüber, kommt die Feuchtelast aus der Nutzung.
In den meisten Fällen nicht. Für die Frage nach Ursache und Sanierungsumfang ist die Art des Pilzes unerheblich – entscheidend sind Ausdehnung, Feuchtequelle und Bauteilaufbau. Eine Analyse ist sinnvoll, wenn gesundheitliche Fragen im Vordergrund stehen; dafür arbeiten wir mit einem akkreditierten Labor zusammen.
Nein. Solange die Feuchtequelle besteht, kommt der Befall zurück. Anti-Schimmel-Anstriche wirken auf der Oberfläche und ändern nichts an der Ursache. Erst wenn feststeht, woher die Feuchtigkeit kommt, lässt sich sagen, welche Sanierung dauerhaft trägt.